„Lesen Sie?“

Diesmal nachgefragt bei Rainer Schnaitmann, Inhaber des gleichnamigen Weinguts in Fellbach, das im Mai seinen 20. Geburtstag feiert

Was lesen Sie gerade?
Meine geniale Freundin. Außer mir haben es ja schon alle gelesen.

Wie finden Sie Ihre Lektüre? Im Feuilleton, in der Buchhandlung, durch Tipps von Freunden?
Genau.

Erinnern Sie sich an Ihr erstes Leseerlebnis?
Ich weiß nur, dass ich schon sehr früh alles verschlungen habe, was mir unter die Finger kam. Ich denke aber, das wird sich mit Taschenlampe unter der Bettdecke zuerst eher um Burg Schreckenstein und Hanni und Nanni gehandelt haben… Etwas später hat mich meine Klavierlehrerin mit ihrer vollständigen Karl-May-Sammlung motiviert.

Wer ist Ihr Lieblingsautor, Ihre Lieblingsautorin?
Gibt es derzeit nicht. Ich habe ja auch keinen Lieblingswein… Aber begeistert hat mich in letzter Zeit sehr oft Navid Kermani.

Welches Buch würden Sie ein zweites Mal lesen?

Die habe ich alle schon (mindestens) zweimal gelesen… Auf dem Plan derzeit: Schalansky Der Hals der Giraffe und Milan Kundera Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins.

Lesen Sie täglich in einem Buch?
Nein. Aber wenn es mich packt, auch bei großer Müdigkeit in einer Nacht das ganze. Meistens aber nur wenige Seiten, bis die Augen zufallen.  

Welches Buch haben Sie in letzter Zeit verschenkt?
Play it again von Alan Rusbridger an einen Freund und Laienpianisten. Spannend und motivierend, wie der damalige Chefredakteur des Guardian sich trotz oder wegen beruflichen Stresses einem der schwierigsten Klavierstücke widmet.

Gibt es ein Buch, das für Ihre Arbeit von besonderer Bedeutung war oder ist?
Derzeit: Food Crash von Felix Prinz zu Löwenstein, dem Vorstandsvorsitzenden des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft. Schon länger: Clive Coates The Wines Of Burgundy, in dem man lesen kann, auf welch unterschiedliche Weise großartige Weine entstehen können.

Welchem aktuellen Buch würden Sie mehr Erfolg wünschen? Warum?
Siehe oben: Food Crash. Seit einigen Jahren arbeiten wir im Weingut nach ökologischen Richtlinien, da ich Wein eher für ein Luxusgut halte. Zu Löwenstein legt sehr schlüssig dar, dass die ökologische Landwirtschaft die Welt sogar besser ernähren könnte, als die sogenannte industrielle.

Haben Sie einen Lieblingsverlag?
Nein.

Erinnern Sie sich an eine Literaturverfilmung, die Sie besonders beeindruckt hat?

„Der englische Patient“ – ist der Film vielleicht sogar besser als das Buch?

Welches Buch haben Sie immer noch nicht gelesen?
Die Megaaufgaben wie Der Mann ohne Eigenschaften oder Ulysses. Angefangen habe ich zwar schon mal…

 

 

3_2017_Fragebogen_Raetsel.pdf

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