Rätsel

Auf dem Foto einer ebenfalls berühmten Fotografin räkelt sich die diesmal Gesuchte auf einem Diwan, wie immer damenhaft elegant gekleidet, inmitten von Lesestoff – Büchern, Zeitungen, Magazinen. Sie war zu dieser Zeit Mitte vierzig und soeben für ihren vierten Roman mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis ausgezeichnet worden.

Das Sachbuch, mit dem sie jedoch bis heute zu Recht am meisten identifiziert wird, war einige Jahre zuvor im Original und kurz darauf auch in deutscher Übersetzung erschienen. Sie hatte damit ein sozialgeschichtliches Standardwerk geschaffen, dessen scharfsichtige und grundlegende Analyse nicht nur mit lang gehegten Mythen aufräumt, sondern nichts weniger als die Hälfte der Menschheit in die ihr zustehende Bedeutung rücken will. Dass es in seiner Radikalität gleichermaßen Bewunderung und Ablehnung auslöste, verwundert wenig, auch nicht, dass der Vatikan es damals auf die Liste der verbotenen Bücher setzte …

Neben diesem Klassiker, der gerade jetzt, in Zeiten des #MeToo eine erstaunliche Aktualität erfährt, hat die Gesuchte als Schriftstellerin und Philosophin ein großes, bedeutendes Werk hinterlassen: Romane und Erzählungen, literarische und politische Essays, Reiseberichte und Memoiren, die in fünf Bänden ihr eigenes Leben von der Pariser Kindheit bis zum Sterben ihres Lebensgefährten umfassen.

Die Prominenz des Paares, die politischen Einmischungen und ihre Präsenz in den Intellektuellenzirkeln brachten es mit sich, dass diese Themen vielfach stärker im Fokus des öffentlichen Interesses standen, als die nach wie vor lesenswerten Bücher.

Wer war’s?


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