Rätsel

»Im Grunde kommt es mir so vor, als würde ich an einem großen Buch schreiben, dass sich in viele kleine aufspaltet.« Die Äußerung des diesmal gesuchten Autors  deckt sich vermutlich mit der Wahrnehmung seiner LeserInnen, und die Fans darunter schätzen genau dieses Wiedererkennen von Protagonisten und Schauplätzen, der Art der Handlung und Erzählform – und freuen sich auf jedes neue Buch. Lange müssen sie in der Regel nicht warten, denn beinahe in jedem Jahr erscheint ein  Roman, zwanzig sind es inzwischen, zum größeren Teil Kriminalromane. Die freilich im Unterschied zu den meisten Werken dieses Genres sprachlich fein ziseliert sind, gespickt mit einem skurrilen Humor und sehr phantasievollen Begebenheiten. Für seine Kunst wurde er mehrfach mit Krimipreisen ausgezeichnet, doch diese Schublade verhinderte lange Zeit eine Wahrnehmung im Feuilleton. Das hat sich nach »anderen« Romanen geändert und mittlerweile hat er auch »richtige« Preise erhalten, etwa den Heimito-von-Doderer-Literaturpreis und den Bayerischen Buchpreis, 2014 kam er auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

Der gesuchte Schriftsteller lebt seit langem überwiegend in Stuttgart und engagierte sich in den vergangenen Jahren mit Reden und Texten gegen »Stuttgart 21«, ein Buch ist gleichfalls diesem Thema gewidmet. Unüberhörbar kommt er jedoch aus Wien – wenn auch in Australien geboren –, und in dieser Stadt hat er sich zunächst als frei schaffender Maler betätigt, bevor er mit dem Schreiben anfing. Die Bildende Kunst, so sagte er mal in einem Interview im Literaturblatt, habe ihn geprägt in seinem Bedürfnis nach der Entwicklung eines unverkennbaren (Pinsel-)Strichs.

Nun erscheint sein neues Buch, ein Krimi, angeblich der allerletzte einer beliebten Serie um den einarmigen Wiener Detektiv chinesischer Herkunft, und die Buchpräsentationen findet natürlich im Stuttgarter Literaturhaus statt.

Wer ist’s?

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